Demenz – Wenn das Erlebte immer weniger wird

By | 3. Juli 2013

DemenzDemenz eine Krankheit unserer Zeit. In den vielen tausend Jahren der Menschheitsgeschichte haben immer wieder schlimme Krankheiten und verheerende Epidemien die Menschen heimgesucht. Ob Malaria, Typhus, Pocken, Pest oder Milzbrand, sie alle waren zu ihrer Zeit unheilbar und galten als natürliche Bevölkerungsdezimierung. Heute werden die Menschen wesentlich älter. Forschung und Technik machen es möglich. Dennoch werden die Wissenschaftler und Mediziner unserer Tage immer wieder auch durch neue Krankheiten vor große Probleme gestellt. Eine dieser großen Herausforderungen ist die Krankheit ‘Demenz’. Aber was ist diese Krankheit genau? Was sind Demenz Ursachen? Wie kann man Demenz vorbeugen? Ist eine Behandlung von Demenz überhaupt möglich? Oder, wie ist der Demenz Verlauf zu beeinflussen? Und, wann ist ein Mensch dement?

- Alle diese Fragen zusammen verdeutlichen die Komplexität dieser schlimmen und unheimlichen Krankheit.

Was ist Demenz?

Die Fachliteratur spricht von einem zunehmenden Defizit des Kurzzeitgedächtnisses, sowie auch der Sprache, des Denkvermögens und der Motorik. In vielen Fällen ist der selbstbestimmte Alltag nur noch schwer möglich. Das selbständige Leben kommt im Demenz Verlauf immer mehr zum Erliegen. Die Demenz Ursachen sind vielfältig, haben aber in der Regel eine irreversible Schädigung des Gehirns zur Folge. Der bedeutendste Risikofaktor ist die hohe Lebenserwartung. Mit ihr steigt auch die Zahl der dementen Menschen merklich an. Man schätzt, dass bis zum Jahr 2050 über 2 Millionen Menschen dement sein werden. Das gesamte Krankheitsbild einer Demenz stellt nicht nur Betroffene und deren Angehörige vor immens große Herausforderungen, auch das gesamte Gesundheitssystem ist betroffen.

Demenzformen und Demenz Ursachen

Bei Demenzen wird zwischen primären und sekundären Formen unterschieden. Bei primären Demenzen beginnt die Krankheit ausschließlich und irreversibel direkt im Gehirn und ist nach heutigem medizinischen Kenntnisstand unheilbar. Einer der bekanntesten primären Demenzen ist die ‘Alzheimer-Demenz’. 50-70% der Erkrankten werden ihr zugeordnet. Weitere primäre sind gefäßbedingte (vaskuläre). Dazu zählen die Frontotemporalen und die Lewy- Körperchen-Demenz. Sekundäre Demenzformen sind die Folge anderer Grunderkrankungen. Das können Stoffwechselerkrankungen sein, Hirntumore oder ein Geschwulst, aber auch die Folgen eines Medikamentenmissbrauches sowie Vitaminmangel. Seltener und eher bei über 60 jährigen Menschen ist der Normaldruckhydrozephalus (eine Abflussstörung der Hirnrückenmarksflüssigkeit) und der Auslöser einer sekundären Demenz. Er macht 10% aller Krankheitsfälle aus. Da die Grunderkrankungen häufig heilbar sind, steigen auch die Chancen einer Rückbildung der sekundärer Demenz-Symptome.

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Dement Symptome sind individuell verschieden

Der Demenz Verlauf wird in drei unterschiedliche Stadien eingeteilt die nicht klar voneinander abzugrenzen sind. Diese sind das Frühstadium, der mittlere Grad und das Spätstadium. Die Übergänge der sogenannten ‘Schweregrade’ sind fließend. Bei einer frühen Diagnose einer primären Demenz kann der Betroffene noch lange damit leben. Der dehnbare Mittelwert spricht von sieben bis zwanzig Jahren. Das Frühstadium wird durch eine immer häufiger in Erscheinung tretende Vergesslichkeit gekennzeichnet. Im mittleren Grad verstärkt sich diese zusehends in Kombination mit plötzlichen Stimmungsschwankungen. Diese können im Spätstadium bis hin zu Wahnvorstellungen ausarten. Der Betroffene kann nicht mehr am normalen Leben teilnehmen.

Wie kann man Demenz vorbeugen und behandeln?

Einer zukünftigen Demenzerkrankung können Sie mit einer gesunden Ernährung, frei von chemischen Zusätzen entgegenwirken. Für eine kognitive Leistungsfähigkeit stehen auch gesunder Schlaf, viel Bewegung, aufgeben des Zigaretten Konsums und ein konstanter Vitamin ‘D’ Spiegel. Bei Anzeichen einer Depression sollte diese behandelt werden da Depressionen unter Verdacht stehen das Risiko dement zu werden erhöhen. Grundsätzlich ist eine Behandlung von Demenz nicht möglich. Therapiemöglichkeiten beschränken sich auf unterschiedliche Zielfelder pharmakologischer Behandlung und psychosoziale Interventionen. Ein Patient, der dement ist, benötigt die Einbindung vertrauter Kontaktpersonen wie Angehörige und Freunde und das gemeinsame Erlernen des Umgangs mit der außergewöhnlichen Belastung die diese Krankheit zwangsläufig mit sich bringt.

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